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Die digitale Gefahr: Wie Cyberangriffe Unternehmen bedrohen

Cyberangriffe stellen eine wachsende Bedrohung für Unternehmen dar, da sie existenzielle Gefahren mit sich bringen. Doch leider wird das Risiko von vielen Unternehmen noch immer unterschätzt. Was sind Cyberangriffe und wie funktionieren sie? Welche Konsequenzen haben sie? Wer ist betroffen? Einen umfassenden Überblick mit Hintergrundwissen über die Welt der Cyberkriminalität gibt es hier:

Eine wachsende Bedrohung

In Zeiten der Digitalisierung steigen auch die damit verbundenen Risiken: Immer häufiger werden Unternehmen Opfer von Cyberangriffen. Die Gefahr geht sogar so weit, dass die Mehrheit der Unternehmen Cyberattacken als die größte Bedrohung ansieht. Laut Allianz Risk Barometer 2023 stuften 34 Prozent der Unternehmen Cyberangriffe als größtes Risiko ein.

In einer globalisierten Welt sind Unternehmen mehr und mehr auf digitale Prozesse und Systeme angewiesen. Hackern bietet das eine große Angriffsfläche. Häufig befinden sich veraltete Programme und Systeme auf Unternehmensrechnern, die leicht zu infiltrieren sind – quasi eine offene Haustür für die Einbrecher. Zudem mangelt es an Sicherheitsstrategien und das, obwohl die Bedrohung durch Cyberangriffe in der Selbsteinschätzung als hoch eingestuft wird. 

Die größte „Schwachstelle“ bildet jedoch der Mensch. Ein unachtsamer Klick genügt und Schadprogramme gelangen ins System. Kein Wunder, dass sich eine „Industrie“ der Cyberkriminalität, in der Hacker zunehmend „professionell“ agieren, entwickelt hat. 
 

Die Angriffsmöglichkeiten sind vielzählig

Ein Cyberangriff kann verschiedene Ziele verfolgen: vom Datendiebstahl bis zur Lösegelderpressung. Am häufigsten kommen (aktuell) DDoS- und Ransomware-Angriffe vor. DDoS steht für "Distributed-Denial-of-Service ".  Bei diesen wird gezielt eine Flut von Anfragen verschickt, um so Internetdienste zu blockieren. Ebenso häufig werden Cyberangriffe mit Ransomware durchgeführt. Dabei handelt es sich um Schadprogramme, die den Zugriff auf das Computersystem erschweren oder gar komplett verhindern. In der Regel wird bei diesen Angriffen ein Lösegeld für die Freigabe des Systems gefordert. Die Folgen der Attacken: Im schlimmsten Fall muss mit Betriebsausfällen gerechnet werden. Der finanzielle Schaden geht schnell in die Millionen, was für viele Unternehmen existenzbedrohend werden kann. Auch der Wiederaufbau des Systems kann sich über Monate hinziehen.
 

Lieferketten als beliebtes Ziel

Laut Hornetsecurity rangiert die Logistikbranche auf Platz drei der am stärksten von Cyberangriffen gefährdeten Branchen. Die Gründe dafür sind vielfältig: Zum einen gibt es viele Akteure in den Lieferketten und damit viele Angriffspunkte. Der Risikofaktor Mensch ist also in der personalintensiven Branche besonders ausgeprägt. Hinzu kommt, dass das Bewusstsein für IT-Sicherheit noch zu wenig vorhanden ist. Außerdem reicht ein Ausfall des Frachtmanagementsystems aus, um Logistiker an einer zentralen Stelle zu treffen – das gesamte Unternehmen wäre praktisch von jetzt auf gleich „blind“. Neben den Unternehmensausfällen wirkt sich der fehlende Datenzugriff zusätzlich auf die Buchhaltung aus, Rechnungen können nicht mehr verschickt oder beglichen werden. Personalkosten wie Sozialabgaben, Steuern und Gehälter können nicht rechtzeitig bezahlt werden. Lieferketten können durch Cyberkriminalität in Mitleidenschaft gezogen werden.

Laut Ponemon Institute kosten Datenpannen in der Logistik durchschnittlich 3,75 Millionen Euro. Da die Branche oft mittelständisch geprägt ist, können Cyberangriffe potenziell existenzbedrohend sein. Nicht zuletzt kann ein solcher Angriff auch die Reputation des Unternehmens schädigen. 

Umfassender Schutz und vorbeugende Maßnahmen sind daher zwingend notwendig, um im Ernstfall den Schaden so gering wie möglich zu halten.

Wenn Sie mehr zum Thema Cybersicherheit erfahren möchten, sprechen Sie uns an! Die hochqualifizierten Expertinnen und Experten der Ecclesia Cyber stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.